© Merlijn Doomernik

FR 26. Juni | 20:00 Uhr
Apostelkirche | Münster

In Freundschaft
ENSEMBLE ODYSSEE


Anna Stegmann Blockflöte solo | Georg Fritz Oboe solo und Blockflöte
Eva Saladin Violine solo | Andrea Friggi Cembalo solo
Ivan Iliev, Noyuri Hazama Violine | David Alonso Molina Viola
Agnieszka Oszanca Cello | Carina Cosgrave Violone

Feinheit und Raffinesse, makellose Intonation und filigrane Ornamentierung bei zupackendem Klang und einer Spielfreude, die umwerfend ist: Die Kritik zählt das Ensemble Odyssee zu den spannendsten Barockensembles Europas. Historisch bestens informiert, vereinen die Wahl-Amsterdamer drei Große des Barock, die Freunde waren. Telemann und Graupner lernten sich als junge Männer in Leipzig kennen. 1722 wurde Graupner als Thomaskantor berufen, nachdem der damalige Starkomponist Telemann die Stelle abgelehnt hatte. Graupners Darmstädter Dienstherr ließ ihn jedoch nicht gehen, weshalb Graupner, damals bekannter und moderner als Bach, Bach für dieses Amt vorschlug. Telemann, Patenonkel des Bach-Sohns Carl Philipp Emanuel, und Bach trafen sich regelmäßig und schätzten einander sehr.
Drei Charaktere - drei verschiedene Stile: "In Freundschaft" präsentiert Europas Barock-Welt in nuce. Telemann schreibt den "gemischten Stil", eine Mélange aus italienischer Sanglichkeit, Spritzigkeit, Virtuosität, aus dem Tänzerischen Frankreichs und der strengen Kontrapunktik Deutschlands. Graupner ist in seinen Ouvertüren vor allem Telemann und französischen Stilformen verpflichtet. Bach, den die Öffentlichkeit erst im 19. Jh. "entdeckte", ist der noch heute faszinierende "Harmonist", der "Gott" polyphoner Mehrstimmigkeit.

PROGRAMM
Telemann Suite e-Moll, TWV 55:e2 für Bläser, Streicher, B. c.
Concerto C-Dur, TWV 51:C1 für Blockflöte solo, Streicher, B. c.
Bach Doppelkonzert c-Moll, BWV 1060a für Oboe und Violine solo, Streicher, B.c.
Concerto F-Dur, BWV 1057 für Cembalo solo, zwei Blockflöten, Streicher, B. c.
Graupner: Ouverture F-Dur, GWV 447 für Blockflöte solo, Streicher, B. c.





Apostelkirche | Münster
Die Apostelkirche ist die erste rein gotische Hallenkirche in Westfalen. Im 13. Jh. wurde sie als Klosterkirche der Franziskaner-Minoriten gebaut. Die bau­lichen Veränderungen der Jahrhunderte fügen sich dem mittelalterlichen Grundgedanken. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde sie bis 1960 wieder aufgebaut, der Chorraum 1976 von Heinrich G. Bücker neu gestaltet. Trotz der Gewölbemalereien aus dem 16./17. Jh., der ihre Motivik auf­nehmenden farbigen Fenster aus den 1990-er Jahren und des neuen Tauffensters von Tobias Kammerer (2015), der zur Avantgarde der Glasmaler gehört, ist die Ausstattung fast schmucklos. Sie betont den Gesamteindruck der gotischen Halle: Klarheit, Stille und Licht.

In Kooperation
mit der Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde | www.apostelkirchengemeinde-muenster.de





Online-Tickets
KAT A: 27 €, erm. 22 €
KAT B: 22 €, erm. 19 €
Der Vorverkauf beginnt
am 14. April 2020
Adresse / Anfahrt
Apostelkirche
Neubrückenstraße 5
Münster

Nächstes Konzert >>>