© Sayaka Schmuck | Wolfgang Schramm

FR 20. Juli | 20:00-22:00 Uhr - DOPPELKONZERT
Herrenhaus Harkotten-von Korff | Sassenberg-Füchtorf

Von Klassik bis Jazz
KLARINETTENTRIO SCHMUCK

Sayaka Schmuck Klarinette | Yumi Schmuck Klarinette, Bassklarinette | Oliver Klenk Klarinette, Bassetthorn

Eine seltene Besetzung mit höchst farbigem Programm. Die Schwestern Sayaka und Yumi Schmuck konzertieren mit Oliver Klenk seit ihrer Weimarer Studienzeit im Klarinettentrio. Ob Hits der Klassik oder Standards des Jazz, alles machen die Preisträger mehrerer Wettbewerbe sich zu eigen, verwandeln sich allem in ihrem Spiel mühelos an und schwelgen und wirbeln zu dritt im Schönklang ihrer Klarinetten. Seien es die Taktwechsel im Furiant aus Böhmen oder die Synkopen des amerikanischen Ragtime, sei's der Offbeat des Swing, der berühmteste 5/4 des letzten Jahrhunderts, Neuer Tango oder Mozarts Melodien - Bassetthorn, Bassklarinette und Klarinette brillieren und tanzen.

PROGRAMM

Wolfgang A. Mozart (1756-1791): Ouvertüre aus "Die Zauberflöte" | "Voi che sapete" aus "Die Hochzeit des Figaro" | "Là ci darem la mano" aus "Don Giovanni"
Antonin Dvorák (1841-1904): aus "Slavische Tänze"
Astor Piazzolla (1921-1992): "Nightclub 1960" aus "Histoire du Tango"
Claude Debussy (1862-1918): Little Negro
Paul Desmond (1924-1977): Take Five
Turner Layton/Benny Goodman (1894-1978): After You've Gone
Irving Berlin (1888-1989): Alexander's Ragtime Band

Der zweistimmige Bach
DUO CONTRA P

Ulrich Roloff Flöte | Hiko Iizuka Bassflöte

"Contra P" steht für "Kontrapunkt" und "gegen Purismus", für das extravagante Duo des Querflötisten Ulrich Roloff mit dem Bassflötisten Hiko Iizuka, Gründungsmitglied der 14 Berliner Flötisten. Die beiden Virtuosen haben Bachs Inventionen für ihre Instrumente entdeckt und Roloff hat die Inventionen, die bei Bach "fehlen", nachkomponiert.
Bach schrieb seine Inventionen für Klavier. Die kleinen "Erfindungen" steigen von Stück zu Stück in Halbtonschritten aufwärts, jeweils paarig, eins in Dur, eins in Moll. Ein Flair von Leichtigkeit entströmt diesen streng zweistimmigen Dialogen, als hätte Bach sie improvisiert, aus dem Stegreif aufs Notenblatt geworfen. 1723 entstanden, mussten die Inventionen in "reiner Stimmung" stehen. Deren Manko: nicht in allen Tonarten klingen die Intervalle sauber. Diese heiklen (neun) Tonarten übersprang Bach daher. Wenig später wurde die "wohltemperierte Stimmung" erfunden, die das Problem behob - und Bach komponierte das "Wohltemperierte Klavier"…
Ulrich Roloff ließ sich von Bachs Erfindungen zu Ergänzungen seiner Inventionen in den fehlenden Tonarten inspirieren. So erklingt nun ein kleinerer Zyklus im Stil von Bachs "Wohltemperiertem Klavier" auf zwei Flöten, die die kunstvolle Führung der Stimmen höchst transparent erleben lassen.

PROGRAMM
Johann Sebastian Bach (1685-1750): 15 Inventionen (BWV 772-786)
mit 9 ergänzenden Inventionen von Ulrich Roloff



Herrenhaus Harkotten-von Korff | Sassenberg-Füchtorf
Friedrich Anton und Rosine von Korff ließen 1806 anstelle der alten Burg ein modernes Herrenhaus im Stil des Klassizismus errichten. Architekt war der 29-jährige Adolph von Vagedes, der später als Stadtplaner etwa von Düsseldorf (Ratinger Tor, Königsallee) hervortrat. 1831 entstand das Rondell mit Teich und Rasenfläche, der Portikus wurde zur Eingangshalle mit Balkon umgebaut.




FR 20. Juli | ab 18:00 Uhr
Herrenhaus Harkotten-von Korff | Sassenberg-Füchtorf

Philipp F. Bartscher: Wandmalereien

Freifrau und Freiherr von Korff führen durch das Erdgeschoss des Herrenhauses.
Der Eintritt ist mit Konzertkarte frei. Um eine Spende zugunsten des Fördervereins Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e.V. wird gebeten.

Das klassizistische Herrenhaus von Korff ist das Erstlingswerk von Adolf von Vagedes (1777-1842), der aus Münster stammt und später als großherzoglicher Baudirektor und Stadtplaner etwa von Düsseldorf (Ratinger Tor, Königsallee) und Krefeld hervortrat. Harkotten galt "als kühne Tat, nicht eines Revolutionärs, sondern eines Entdeckers" (Th. Rensing/W. Kordt). Die Innenausstattung von Haus Korff, die Kunsthistoriker und Denkmalexperten schwärmen lässt, besorgte der erfolgreiche Unternehmer, Tischler und Fürstlich Corveysche Hofmaler Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher (1749-1823). Er entwarf die umfangreichen, 2014 erst wiederentdeckten, Wand- und Deckenmalereien und führte sie aus. Einige seiner Möbelstücke sind auch erhalten. Bartscher hatte 1792 die erste westfälische "Meublenfabricke" in Rietberg gegründet. Seine "feinen Möbel aus Westfalen", wohlproportionierte, aufwändig furnierte Stücke in warmen Farbtönen, waren bei Adel und Klerus und dem gehobenen Bürgertum begehrt. Seine Maler- und Kunstschreinerwerkstatt florierte. Er gehörte um 1800 zu den bedeutenden Dekorationsmalern Westfalens, malte Kirchen aus, fertigte Theaterkulissen und konzipierte Gesamtausstattungen für Räume im klassizistischen Stil. Als Zeitzeugnis für die Epoche der Aufklärung wurde Harkotten 2015 vom Landeskonservator als Denkmal von Nationalem Rang eingestuft.

In Kooperation mit den Freunden und Förderern des Denkmals Harkotten e.V. | www.harkotten.de



Online-Tickets
20 €, erm. 15 €
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Örtlicher Vorverkauf
Sassenberg-Füchtorf
Herrenhaus Harkotten-von Korff
fon: 05426 2638

Die Glocke
Markt 17
Warendorf
fon: 02581 93100 (ADticket) |

Warendorf Marketing
Emsstraße 4
fon: 02581 545454 (ADticket) |

Theater am Wall e.V.
Wilhelmsplatz 9
Warendorf
fon: 02581 541414 (ADticket)

Adresse / Anfahrt
Herrenhaus Harkotten-von Korff
Harkotten 2
Sassenberg-Füchtorf
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