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Mittwoch 20. Juli 2016 | 20:00 h
Gut Havichhorst | Münster

Summer Music
AZAHAR ENSEMBLE

Ein Klang wie ein Duft: Nach der Orangen- und Zitronenblüte, die sich im Frühling hunderttausendfach öffnet und ihr Heimatland durchzieht, frisch und fruchtig, sinnlich und süß, haben sich die fünf jungen MusikerInnnen aus Spanien benannt. „Azahar“ ist für das Quintett Programm. Damit gewann es 2014 den Wettbewerb der ARD, einen der renommiertesten der Welt. Kanchelis Bläserquintett, speziell fürs Münchner Vorspiel komponiert, war dort Pflichtprogramm. Auch in diesem Werk ist die tiefe Melancholie Kanchelis, die Nachtseite der Existenz, zu spüren. Klang geworden, aber birgt sie auch Trost – und es war der alle überragende Klang Azahars, der die Münchner Jury überzeugte. Ihren ganz eigenen Sound, die Homogenität als Ensemble, fanden die Fünf, als sie ein Bläserquintett aus Reichas Opus 91 einübten. Antoine Reicha, hoch angesehner Professor am Konservatorium in Paris, hatte damit ihrer Besetzung 1818 zum Durchbruch verholfen und der Königsgattung der Kammermusik, dem Streichquartett, kompositorisch und klanglich Paroli geboten. Eine umjubelte Revolution in der damaligen Konzertwelt. Emotional wie Kanchelis Quintett, jedoch leichtgewichtiger als dieses die Sommermusik Barbers, der angeblich ‚nur‘ das schrieb, was er fühlte. Hier löst er die Melancholie eines Sommertags oder -abends in einem Aufbäumen der Heiterkeit ganz zum Schluss auf. Weil’s so schön klingt und besser, als wenn’s ein Automat im Kuriositäten- und Wachsfigurenkabinett des Grafen Deym abspielt – für diesen hatte Mozart sein Orgelwalzenandante geschrieben –, ist das KV 616 für Bläserquintett bearbeitet. ‚Geklaut‘ auch Turinas Zigeunertänze, mit denen der Abend in Spanien ausglüht. – Kennst Du das Land…? Azahar, die Zitrusblüte: fünf Individualisten, ein einziger und ein sublimer Sinn für den Klang. Gar nichts, auch nicht die Schönheit, so Kancheli, kann diese Welt retten. Für den Moment, da Azahar duftet, scheint sie bewohnbar, trotz allem.

AZAHAR ENSEMBLE
Frederic Sánchez Muñoz Querflöte
Maria Alba Carmona Tobella Oboe
Gonzalo Esteban Francisco Klarinette
Antonio Lagares Abeal Horn
María José García Zamora Fagott



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Adresse
Gut Havichhorst
Havichhorster Mühle 100
481517 Münster
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PROGRAMM
Wolfgang A. Mozart (1756–1791): Andante F-Dur
(„für eine Walze in eine kleine Orgel“) KV 616
Samuel Barber (1910–1981): Summer Music, op. 31
Giya Kancheli (*1935): Bläserquintett
Anton Reicha (1770–1836): Bläserquintett D-Dur, op. 91 Nr. 3
Joaquín Turina (1882–1949): Cinco Danzas Gitanas


In Kooperation mit der Stiftung Westfälische Landschaft
www.gut-havichhorst.de

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