© Foto: Marco Borggreve

Freitag 22. Juli 2016 | 20:00 h
NRW-BANK | Münster

Le Saxophone Romantique
AMSTEL QUARTET

Im Patentantrag für seine Erfindung schrieb Adolphe Sax 1846, dass das Saxophon „im Charakter seiner Stimme den Streichinstrumenten nahekommt, aber mehr Kraft und Intensität besitzt als diese“. Mit kompositorischen Highlights aus den USA, Russland und Westeuropa, Originalwerken für Saxophonquartett und ausgewählten Bearbeitungen, stellt das Amstel Quartet den romantischen Geist und Klang seines Lieblingsinstrumentes vor: ein Abend der Emotionen.
Das vielfach ausgezeichnete und international gefragte, das, wie die niederländische Presse schrieb, „farbigste Saxophonquartett der Welt“ eröffnet und schließt amerikanisch modern, zugänglich tonal. Am Anfang fließen lange, auch virtuose Melodielinien mit üppigen, impressionistischen Harmonien in Crestons Saxophonsuite. Am Ende steigert sich mit dunklen Klangfarben, elegischer Melodie in Barbers berühmtem Adagio die Trauer bis zu ihrem Höhepunkt: große Crescendowellen – auf und ab und wohlkalkuliert, so dass man mitgeht und die Seele reinigt, dabei immer gefasst. Dazwischen „Koliadky“, ukrainische carols, Preis-, Fest- und Freudenlieder von de Hartmann, dem Weggefährten Kandinyksy und des „Blauen Reiters“. Vrolijks „Lachrymae“, das die Amsterdamer Komponistin speziell für Amstel schrieb, ist eine schillernde Klangfläche, farbig und weit, ein einziger, wie unendlicher Atem. Dagegen evozieren Glazunovs Variationen, ein Satz aus dem ‚Klassiker‘ des jungen Genres Saxophonquartett, große Momente der Musikgeschichte: Alte Musik, Schumann, Tschaikowsky, Chopin. Den Wagnerschen „Ring“ gibt es in einem Schnelldurchlauf von 22 Minuten. Und beim Langsamen Satz, den der junge Webern für Streichquartett schrieb, fragt man sich gewiss, ob er mit ihm seiner Freundin den Heiratsantrag machte. Denn angeblich hat ihn eine Wanderung, die sie gemeinsam in den Bergen unternahmen, zu dem ausdrucksstarken Stück inspiriert. Darin scheint, wie Webern forderte, die Melodie zu „reden wie ein gesprochener Satz“. Ein Füllhorn der Gefühle, von Sehnsucht bis Aufruhr, dann Frieden.

AMSTEL QUARTET
Remco Jak Sopran
Olivier Sliepen Alt
Bas Apswoude Tenor
Ties Mellema Bariton


Über den Spielort »
 
Online-Tickets »
20 €, 15 € erm.
ADtickets-shops
 
Örtlicher Vorverkauf
Jörgs CD-Forum
Alter Steinweg 4-5,
fon: 0251 58889 (ADticket)

WN-Ticket-Shop
Prinzipalmarkt 13-14,
fon: 0251 690593 (ADticket)

Ticket to Go
Albersloherweg 32
fon: 0251 1625817 (ADticket)

Reisebüro Hülsmann, Westfalenstr. 159
fon: 02501 27790 (ADticket)
Adresse
NRW.BANK
Friedrichstr. 1
48145 Münster
Anfahrt »

PROGRAMM
Paul Creston (1906–1985): Prelude aus: Suite for Saxophone Quartet
Richard Wagner (1813–1883): Ring, arr. Gijs Kramers
Thomas de Hartmann (1885–1956): Koliadky
Paul Creston: Rondo aus: Suite for Saxophone Quartet
Renske Vrolijk (*1965): Lachrymae
Alexander Glazunov (1865–1936): Canzona Variée aus: Saxophonquartett B-Dur
Anton Webern (1883–1945): Langsamer Satz, arr. Ties Mellema
Samuel Barber (1910–1981): Adagio, op. 11, arr. Johan van der Linden


In Kooperation mit der NRW.BANK
www.nrw.bank.de

Presse  |  GWK Veranstalter-Homepage  |  Impressum